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Medtech – Wie UX zur Gesundheit beiträgt

Thomas

UX-Design trägt zur Gesundheit des Menschen bei: Inzwischen sind UX-Methoden wie User Research ein fixer Bestandteil der Produktentwicklung in der Medizintechnologie. Zahlreiche Normen und Richtlinien, die es im MedTech-Bereich zu beachten gilt, schreiben diese sogar vor. Der Vorteil liegt auf der Hand: Durch eine gelungene User Experience kommt es zu weniger Fehlern in der Benutzung der Geräte.


87% Fehlerquote wegen schwerer Verständlichkeit

Wie wichtig eine gute Usability bei MedTech ist, zeigt eine im März 2022 veröffentlichte Studie zu medizinischen Wearables eindrucksvoll. Das Beratungsunternehmen Software Advice hat untersucht, inwieweit Benutzer mit den elektronischen Geräten zurechtkommen, die am Körper getragen werden und verschiedene Körperfunktionen messen. Das Ergebnis ist ernüchternd: 87% der Studienteilnehmer zeichneten inkorrekte Daten auf. Von diesen führten 85% das schwer verständliche User Interface als Grund dafür an.

Auch bei MedTech-Geräten, die von Fachpersonal bedient werden, kann es mangels leicht verständlicher Benutzung zu einer fehlerhaften Bedienung kommen. In einem gelungenen UX-Prozess gilt es etwa zu bedenken, dass nicht alle Krankenhausmitarbeiter Deutsch oder Englisch als Muttersprache haben. Laut dem Statistischen Bundesamt lag der Anteil von medizinischem Personal mit Migrationshintergrund in Deutschland bei 12 Prozent, mit steigender Tendenz. Auch deshalb ist eine intuitive, unkomplizierte Bedienung von Medizinisch-Technischen-Geräten von enormer Bedeutung.


FDA & Co schreiben UX vor

Moderne MedTech-Produkte sind für das Wohlbefinden des Menschen von großer Bedeutung und stehen im Mittelpunkt vieler Krankenbehandlungen. Allerdings müssen die Hersteller der Produkte zahlreiche Hürden überwinden, ehe ihr Produkt auf den Markt kommt: Zuerst dauert es, bis ein Gerät überhaupt entwickelt wird. Dann ist es essenziell, eine Zertifizierung durch eine Organisation wie die FDA (Food and Drug Assciation) zu erlangen – ohne eine solche können MedTech-Produkte am Markt nicht bestehen. 

Da diese Zertifizierungen die Wichtigkeit von User Experience erkannt haben und entsprechende Richtlinien vorgeben, empfiehlt es sich, schon früh im Entwicklungsprozess auf die User Experience zu achten. Schließlich ist die Entwicklung von MedTech ein kostspieliges Unterfangen. Werden hier schon in der Planungsphase mögliche UX-Fehler vermieden, spart das entwickelnde Unternehmen Zeit und Geld. Denn je später solche im Prozess behoben werden müssen – etwa dann, wenn ihretwegen die FDA-Zulassung nicht erfolgt – umso teurer gestaltet sich das in der Regel. 


Herausforderungen bei MedTech

Gerade im Bereich der Medizintechnologie ist die Produktentwicklung üblicherweise sehr technologiegetrieben und funktionell. Auch kommt es in der Praxis leider oft vor, dass UX-Design und Benutzertests (Usability Evaluation) nur eingesetzt werden, um formelle Richtlinien zu erfüllen. Doch das führt zur Vernachlässigung von User-Bedürfnissen und schlussendlich zu einer hohen Fehlerquote oder geringen Akzeptanz der Produkte.

Deshalb stellen wir von UXfocus von Anfang an den Benutzer ins Zentrum. Wir bringen unsere Expertise in den Bereichen User Research, UX-Design und Usability-Testung in den Produktentwicklungsprozess unserer Kunden ein. Dabei ist die Empathie für den Benutzer genauso essenziell wie die Positionierung der Anforderungen und das Vertreten dieser Anforderungen im Projekt. Darüber hinaus arbeiten wir mit unseren Kunden stets eng zusammen. So stellen wir sicher, dass Medizintechnik-Produkte ihr volles Potential entfalten und Menschen zu mehr Gesundheit verhelfen können.

Die Benefits für unsere Kunden:

  • User Research führt zu konkreten Benutzeranforderungen

  • UX/UI-Design

  • Formative und summative Evaluierung

  • Beachtung von Normen und Richtlinien (ISO 62366, IEC 60601, ISO 13485, ISO 9241, etc.) 

  • Prozess und Dokumentation (z.B. FDA-510K- bzw. PMA-konform)

  • Begleitung der Produktentwicklung in allen UX/UI-relevanten Schritten