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6 Tipps für besseres UX-Writing

Author: Laura
Laura
good vs bad ux writing

Was kann UX-Writing?


Gute Microcopy kann die Interaktion von Benutzern mit einem Produkt um ein Vielfaches steigern. Außerdem ist gutes UX- oder User-Experience-Writing günstig: Schließlich ist es kein großer Aufwand, eine Zeile Text zu ändern.

Ob beim Titel, im Textfeld oder Call-To-Action-Button – jede noch so kleine Interaktion hat eine direkte Auswirkung auf das Verständnis des Benutzers.
Deshalb bemüht sich ein UX-Writer stets, möglichst klare (clear), präzise (concise), und konversationsähnliche (conversational) zum Voice & Tone des Produktes passende Texte zu schreiben.

Ein schlechtes Beispiel für UX-Writing (von google.com)

Ein schlechtes Beispiel für UX-Writing (von google.com)

So könnte der Dialog auch aussehen


Was kann ich tun, um mein UX-Writing zu verbessern?
Wie verbessere ich mein UX-Writing?

1. Schreibe klar, präzise und konversationsähnlich

Clear

Wähle klare Bezeichnungen und einfache Worte! Diese helfen dem Benutzer, seinen Weg durch eine Interaktion fehlerfrei zu bewältigen.

Concise

Ebenso solltest du Füllwörter und andere redundante Informationen in Sätzen weglassen. Kurze, präzise formulierte Sätze erleichtern dem Benutzer die Interaktion enorm.

Absätze sind ebenfalls gerne gesehen. Dadurch verbessert sich die Struktur: So kann der Benutzer Information schneller verarbeiten.

Conversational

Wir Menschen erwarten von Maschinen und Geräten ein gewisses Maß an Menschlichkeit, vor allem in der Interaktion. Achte darauf, dass Dialoge, Call-To-Actions, Buttons oder Textfelder immer einer roten Linie folgen und somit ein Gespräch mit den Benutzern aufrechthalten.

Wird der Benutzer nicht gut geführt, resultiert das in Frust – oder im schlimmsten Fall in Vertrauensverlust in das Produkt.

2. Schreibe die Microcopy im finalen System

Im finalen System siehst du, wie viel Platz dir schlussendlich bleibt, um die Microcopy zu schreiben. Daher solltest du die Microcopy erst in einer möglichst finalen Version fertigstellen. Dadurch kannst du den vorhandenen Platz perfekt ausnutzen.

3. Benenne Elemente präzise

Wenn du das Mindset eines Benutzers berücksichtigst, kannst du die Conversion Rate um ein Vielfaches steigern. Benenne Elemente so, dass sie die Gedanken und Gefühle des Benutzers widerspiegeln. Denn so drückst du Empathie aus, und der Benutzer navigiert gerne durch das System.

4. Folge dem roten Faden

Mach dir keine Gedanken um Wortwiederholungen! Wenn es um UX-Writing geht, ist es besser, wenn du auf eine Vielfalt in der Ausdrucksweise verzichtest und stattdessen für die selben Aufgaben im System auch die selben Bezeichnungen verwendest. Hast du dich einmal für „Einloggen“ entschieden, verwende immer „Einloggen“ – und nicht ab und zu „Login“!

5. Bleibe barrierefrei

Jargon- und Dialektwörter klingen zwar cool, sind aber für die meisten unverständlich.
Aus diesem Grund solltest du beispielsweise bei Fehlermeldungen technische Codes oder Zahlenkombinationen vermeiden. Sag deinem Benutzer stattdessen in einfacher Sprache, was gerade nicht funktioniert!

Im Allgemeinen solltest du die Sprache so einfach wie möglich halten. Daher solltest du auch auf zu lange und zu komplizierte Sätze verzichten. Auch sind kurze Wörter besser als lange.

6. Sei immer positiv

Indem du Dinge positiv formulierst, minderst du den Frust beim Benutzer. Schließlich möchte dieser von Natur aus nicht die Schuld am Versagen des Systems haben.

Anstatt „Du hast kein Internet“ darfst du also gerne „Wir können momentan keine Verbindung zu unserem Server herstellen“ verwenden.


Neugierig?
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