User Personas und ob man diese wirklich noch benötigt?

Was sind eigentlich Personas?

Personas stehen stellvertretend für eine Zielgruppe, die Menschen mit ähnlichen Eigenschaften, Wünschen und Bedürfnissen zusammenfasst und beschreibt. Hierbei fließen Indikatoren wie Alter, Wohnort oder Bildungsgrad in das Persona Profil ein und bilden ein reales Bild der Nutzer ab. Daher unterstützen Personas bei der Definition und Eingrenzung der Zielgruppe eines Produktes.

Warum erweisen sich Personas immer noch als so wichtig?

Wir bei UXfocus sind der Meinung, dass Personas trotz ihrer Unvollkommenheiten enorm wichtig sind. 

“Wenn man man nicht weiß für wen man ein Produkt entwirft, ist es Zufall, ob das Produkt die Bedürfnisse und Anforderungen der realen Benutzer trifft.” – Thomas Grill

Die Entwicklung von Personas, also von Zielgruppenbeschreibungen, steht am Anfang eines Projekts. So können Personas dabei helfen, während aller Entwicklungsphasen eines Produkts Probleme und Lücken in Anforderungen, Funktionalitäten und Designs aufzudecken oder gar neue Möglichkeiten und Perspektiven aufzeigen zu können.

Natürlich kann man die Zielgruppe eines Produktes auch durch andere Methoden besser kennenlernen. Es gibt aber gute Gründe, nach wie vor auf gut definierte User-Personas zu setzen.

Sie bieten eine klare Vision für das gesamte Team

Wird eine verifizierte Zielgruppenbeschreibung in einer einfachen, treffenden und gut verständlichen Form visualisiert, bietet dies eine gute Möglichkeit jegliche Entscheidungen, egal ob bei der Anforderungsdefinition, während des Design oder bei der Umsetzung, selbstständig zu überprüfen.

So leiten Personas das gesamte Team durch das Projekt und helfen das Ziel – ein Produkt für eine ganz bestimmte Zielgruppe zu erschaffen – nicht aus den Augen zu verlieren.

Wenn das Team die Personas gemeinsam entwickelt und die Merkmale festlegt, beginnt die Zusammenarbeit mit einer klaren Vision des potenziellen Benutzers und Kunden.

Der Benutzer wird „greifbar“

Während des gesamten Entwicklungsprozesses, beginnend bei der Entwicklung einer Vision und der Definition der Anforderungen, helfen Personas, das Produkt zielgerichtet zu definieren.

Eine Persona ist aber nur dann sinnvoll, wenn sie für alle immer sichtbar ist. Eine Persona in einer Schublade oder als digitale Version auf einem Server, ist nutzlos. Optimalerweise hängt ein großes Plakat mit den Abbildungen der Personas an einer Wand im Büro. Das hilft dem gesamten Projektteam, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Das Kennenlernen und Verstehen einer Persona ähnelt dem Kennenlernen einer realen Person. Wenn Sie die Person kennen, können Sie sich ihre Probleme und Schwachstellen besser vorstellen und bessere Lösungen für sie finden.

Eine Kommunikationsbasis für das Projektteam

Personas sind also Dokumente, die sicherstellen, dass jede Designentscheidung im Entwicklungsprozess auf den beabsichtigten Benutzer abgestimmt wird. Sie dienen als Erinnerung an die Zielgruppe und sollten für das gesamte Team immer präsent sein, sodass sie bei Diskussionen immer griffbereit sind. So wird unter anderem die Kommunikation innerhalb des Projektteams vereinfacht und verbessert.

Was macht also eine gute Persona aus?

Der Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Persona, besteht in der Authentizität der Daten. Viele Projektleiter, Produktmanager oder Designteams erstellen Personas. Was sie dabei aber gerne überspringen ist eines tiefgehende Benutzerrecherche. Sie denken zu wissen was der Benutzer braucht und sehen daher keinen Wert in der Durchführung von Nutzerrecherchen.

Unsere jahrelange Erfahrung hat aber gezeigt, dass sich die Anforderungen der realen Nutzer oft sehr stark unterscheiden von den Anforderungen die vom Projektteam angenommen wurden.

Aber wie werden Personas eigentlich erstellt und worauf ist dabei zu achten? Diese Fragen beantworten wir in unserem nächsten Blogbeitrag!

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